Kickboxen – der Kalorienkiller

Kickboxen ist ein echtes Fitnesswunder! Es kombiniert Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Flexibilität und Technik miteinander. Außerdem steigert es das Selbstbewusstsein.

Wenn man eine Sportart sucht, um sich richtig auszupowern, ist man beim Kickboxen genau richtig. Es bringt die Fettverbrennung und den Muskelaufbau tüchtig in Schwung und bietet deshalb die besten Voraussetzungen für einen definierten Körper. Das intensive Training bringt einen körperlich schnell an die Grenzen. Jedoch unterscheiden sich die Schwerpunkte der Trainingseinheiten von Verein zu Verein stark, je nachdem, welche „Art“ von Kickboxen angeboten wird.

Man differenziert dabei 3 Formen: „Semi-Kontakt“, „Leicht-Kontakt“ und „Vollkontakt“.

Semi-Kontakt Kickboxen:
Beim Semi-Kontakt-Kickboxen müssen die Techniken gut kontrolliert mit leichtem Kontakt ausgeführt werden. Ein Merkmal ist, dass nach jedem Treffer unterbrochen und die Bewertung sofort bekannt gegeben wird. Es gleicht stark dem traditionellen Karate und unterscheidet sich vor allem durch die Schutzausrüstung. Es handelt sich um eine sehr reaktionsschnelle Sportart, da es nur auf den ersten Treffer ankommt. Beim Semi-Kontakt-Kickboxen wird überwiegend mit schnellen Tritten gearbeitet. Beweglichkeit und Koordination stehen im Vordergrund.

Leichtkontakt-Kickboxen:
Das Leichtkontakt-Kickboxen ist eine Vorstufe zum Vollkontakt-Kickboxen. Hierbei werden die Techniken zwar explosiv und kraftvoll ausgeführt aber eben nicht mit voller Kraft. Die Techniken sollen nur mit leichtem Kontakt treffen. Es werden nur saubere und kontrollierte Techniken gewertet. Der Kampf wird im Gegensatz zum Semi-Kontakt-Kickboxen auch nach einem Treffer fortgesetzt. Im Leicht-Kontakt-Kickboxen ist das Verhältnis von Box-und Tritttechniken ausgewogen.

Vollkontakt-Kickboxen:
Die Techniken dürfen beim Vollkontakt-Kickboxen, wie der Name schon sagt, mit voller Kraft ausgeführt werden. Wie beim klassischen Boxen wird der Kampf in einem Boxring ausgetragen. Im Amateurbereich werden 3 Runden a 2 Minuten gekämpft. Im Profibereich werden bis zu 10 Runden ausgetragen. Geleitet wird der Kampf vom Ringrichter und von drei Punktrichtern, die ihre Wertung auf Punktzetteln notieren. Der Kampf wird entweder durch K.O. oder durch eine Punktewertung entschieden. Das Vollkontakt-Kickboxen ähnelt sehr stark dem klassischen Boxen. Deshalb sieht man hier vermehrt die Fäuste im Einsatz.


Fettkiller: Fitness-Kickboxen:

Neben dem „traditionellen“ Kickboxen gibt auch das sog. „Fitness-Kickboxen“, auch Tai-Bo oder ähnlich genannt. Im Fitness-Kickboxen wird bewusst auf das Kämpfen verzichtet.Wussten sie, dass keine andere Sportart Kondition und Muskeln so intensiv trainiert wie das Fitness-Kickboxen? Der Vorteil: Um nach Feierabend den Kopf freizubekommen, eignet sich Fitness-Kickboxen perfekt, denn dabei können sie sich so richtig auspowern. Mit Kämpfen oder Schlägereien hat der Sport nichts zu tun, vielmehr geht es hierbei um Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass mit relativ wenig Zeitaufwand ein hoch effektives Herz-Kreislauftraining erreicht und zusätzlich die Muskulatur aufgebaut wird. Fitness und Spaß stehen beim Fitness-Kickboxen im Vordergrund.

Die Geschichte:

Kickboxen ist ein junger Sport, der auf asiatische Kampfsportarten wie Karate, Taekwondo und Kung-Fu, aber auch auf Boxen und Savate zurückgeht. Die ersten sportlichen Wettkämpfe mit Körperkontakt fanden 1974 in den USA statt. Damals unter der Bezeichnung „All Style Karate“. Es folgte ein Boom, der auch durch Kampfsport-Legenden wie Bruce Lee oder Jack Norris geprägt wurde. Wie so vieles schwappte auch die Kickbox-Welle schließlich nach Deutschland über. Die Fausttechniken stammen aus dem Boxen, die Fußtechniken größtenteils aus dem Taekwondo.

Wie trainiert man?

Das Erlernen der richtigen Technik ist die Grundlage. Neben Kicks und Schlagtechniken in Form von Schattenboxen übt man sich am Sandsack oder beim Pratzentraining. Zu einer Trainingseinheit gehören nicht nur Kraft-, sondern auch Konditionsübungen. Und ja, gedehnt wird auch! Für die Kicks an den Kopf ist schließlich Flexibilität gefragt. Außerdem ist das notwendig, um der Verletzungsgefahr vorzubeugen. Das Training ist äußerst vielseitig. Wer gar nicht so am richtigen Kämpfen interessiert ist, muss das auch nicht.

Wie viele Kalorien werden verbrannt?

Kickboxen beinhaltet kaum aerobe Dauerbelastung wie Joggen oder Schwimmen. Dennoch gibt es hohe Leistungsspitzen, welche den Körper und Energiehaushalt belasten. Ein durchschnittlicher Mann kann innerhalb von 30 Minuten bis zu 450 kcal verbrennen. Eine Frau, kann einen Energieumsatz von ungefähr 320 kcal (Durchschnittswert) aufweisen.

Welche Voraussetzungen sind nötig?

Im Grunde genommen kann man ohne jegliche Vorkenntnisse mit dem Kickboxen beginnen. Aber Aufgepasst! Das Training ist anstrengend. Eine gewisse Grundlagenausdauer schadet daher nicht. Wer sich die ersten Stunden durchbeißt, wird aber schnell merken, wie effektiv das Training ist.

Welche Muskelgruppen werden beim Kickboxen trainiert?

Kickboxen beansprucht die gesamte Körpermuskulatur. Eine gute inter- und intramuskuläre Koordination ist für die komplexen Bewegungsabläufe wichtig. Beim Kickboxen wird die Muskulatur vor allem dazu benötigt, Kraft und Schnelligkeit in die Tritte und Schläge zu legen. Beim Schlagen werden vor allem die Rückenmuskulatur, aber auch die Muskeln der Schulter und Brust sowie die Muskeln des Oberarms beansprucht. Tritte, benötigen eine gute Oberschenkelmuskulatur. Bauchmuskeln und ein stabiler Rumpf sind für die Standfestigkeit und Drehbewegungen des Sportlers wichtig.

Fazit:

Effektiver gehts nicht! Kickboxen fordert auch gut trainierte Sportler ordentlich heraus. Das Workout kombiniert Ausdauer- und Krafttraining und man erhält zudem einen Kick für das Selbstbewusstsein.

2017-10-14T13:45:52+00:00 September 15th, 2017|News, Sport & Fitness|