Der Weg zum Wunschgewicht

Du bist, was du isst: Unser Essverhalten hat großen Einfluss auf unser Gewicht und unser allgemeines Wohlbefinden. Der Weg zur Traumfigur kann steinig sein – und manchmal einfach nur frustrierend. Hartnäckig bleiben die Kilos auf unseren Hüften, während Models scheinbar spielend ihr Wunschgewicht halten. Wie ernähre ich mich richtig um abzunehmen, wie sollte ich trainieren und wie verhindere ich den berühmten Jojo-Effekt? Die Antworten gibt es hier!

Kaum ein Thema beschäftigt uns mehr als unser Gewicht. Sobald der Winter sich verabschiedet hat geraten viele Menschen in leichte Panik. Sie googlen nach Abnehmtipps, Fitnessplänen, Diätpillen und Rezepten, die eine schnelle Gewichtsabnahme versprechen, um für den anstehenden Strandurlaub schnellstmöglich in Bikini-Form zu kommen. Am besten noch ohne zu hungern und ohne Quälerei. Dabei wissen wir alle, wer nachhaltig abnehmen möchte, muss sich auf eine langfristige Ernährungsumstellung einlassen. Eine gesunde Gewichtsabnahme braucht Zeit, Geduld und vor allem eine Kombination aus diesen 3 Punkten:

Ernährung

Gesunde Ernährung bedeutet, sich bewusst und mit Verstand und Augenmaß zu ernähren. Hierzu gibt es Grundregeln, die sie überall im Netz finden können. Noch besser ist es aber, sich direkt mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen. Das dadurch automatisch erworbene Wissen ist für die Gesundheit Gold wert und letztendlich kann man sich auch nur so wirklich bewusst ernähren.

Bewegung

Ernährung und Bewegung gehen beim Abnehmen Hand in Hand. Sport kurbelt den Kalorienverbrauch an und baut Muskelmasse auf. Und Muskeln sind der wichtigste Fettverbrenner in unserem Körper. Ohne Sport schaltet der Stoffwechsel auf Sparflamme.

Mentale Stärke

Abnehmen beginnt im Kopf! Wille und Durchhaltevermögen sind der Grundpfeiler einer erfolgreichen Gewichtsabnahme. Ohne die notwendige mentale Stärke ist eine langfristige Ernährungsumstellung und dauerhaftes Sportprogramm nicht möglich. Es geht darum, den inneren Schweinehund zu zähmen und sich nicht vom Weg abbringen zu lassen.

Welche Methode ist am effektivsten?

Nach dem Entschluss „Ich will abnehmen“ kommen meist Fragen wie „welche Methode passt zu mir? Welche Methode ist die Effektivste? Wie verhindere ich den berühmten JoJo Effekt? Der erste Schritt in die richtige Richtung ist es, sich mit der aktuellen Lebensweise zu beschäftigen und diese so gut es geht zu optimieren.

Im Internet finden sie unzählige Möglichkeiten, sich gesund zu ernähren. Von gesunden Rezepten und wertvollen Ernährungstipps bis hin zu Trainingsvideos für zu Hause bietet das Web alles, was es für eine gesunde Lebensweise braucht.

Übergewicht – fast jeder dritte ist zu dick!

In Deutschland wiegen zwei von drei erwachsenen Männern zu viel, bei den Frauen ist es jede zweite. Auch immer mehr Kinder und Jugendliche sind übergewichtig. Noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte waren wir so dick wie heute. Laut einer Schätzung des Health Metrics and Evaluation aus Seattle (IHME), waren 2015 mehr als 2,2 Milliarden Menschen übergewichtig oder sogar fettleibig. Diäten und Abnehmprodukte allein lösen das Massenproblem nicht, denn ob jemand übergewichtig ist oder nicht hängt nicht nur vom Essen, sondern auch von weiteren Faktoren ab. Viele Übergewichtige erben die Veranlagung oder lernen schon im Elternhaus, mit dem Thema Essen falsch umzugehen – oder beides. Zudem spielt auch die psychische Verfassung eine Rolle. Festgelegt wurden die Grenzen für Übergewicht von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie verwendet dafür den sogenannten Body-Mass-Index (BMI), der eine Beziehung zwischen Gewicht und Körpergröße herstellt.

Die BMI-Grenzen für Normalgewicht, Übergewicht und Fettleibigkeit

Normalgewicht besteht bei einem BMI zwischen 18,5 und 24 (eine Frau mit einer Größe von 1,70 Meter wiegt dafür zwischen 54 und 70 Kilo).
Übergewicht liegt vor, wenn der BMI zwischen 25 und 29 beträgt (bei 1,70 Meter wiegt eine Frau dafür 71 bis 86 Kilo). Ab einem BMI von 30 (etwa 87 Kilo bei einer Frau, die 1,70 Meter groß ist) sprechen Ärzte von Fettleibigkeit oder Adipositas, die als eigenständiges Krankheitsbild gilt. Neben dem BMI gibt es noch die einfache Formel für das sog. Wohlfühlgewicht. Hierbei zieht man von der eigenen Körpergröße 100 ab. Mit diesem Wert befindet man sich in einem gesunden Rahmen.

90-60-90 – Die magische Formel für die ideale Strandfigur?

Modelmaße sind für die Gesundheit in den meisten Fällen eher von Nachteil und für kaum jemanden realisierbar. Wichtiger ist ein gesundes Körpergewicht, mit dem man sich wohl fühlt. Jeder weiß, dass Übergewicht krank macht. Bei zu viel Gewicht drohen Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfälle. Frauen haben von Natur aus im Durchschnitt einen höheren Körperfettanteil als Männer. Sie bauen Fettdepots schneller auf – unter anderem, um den weiblichen Körper auf Schwangerschaften vorzubereiten. Außerdem wird Fett bei Frauen und Männern jeweils in unterschiedlichen Körperregionen gespeichert. Beim weiblichen Geschlecht sammelt sich „Speck” gerne an Hüften, Beinen und Po an. Legen Männer an Gewicht zu, tun sie das vermehrt rund um den Bauch.

Schnell oder langsam abnehmen?

Hat man bereits zu viel auf den Hüften, will man die überschüssigen Pfunde möglichst schnell wieder loswerden. Die Frage lautet: Kann man schnell abnehmen und dann sein Gewicht dauerhaft halten? Den meisten Menschen ist vollkommen klar, dass man nicht mal schnell 3 Kilo an einem Tag oder gar 10 Kilo in einer Woche abnehmen kann. Trotzdem glauben viele den Versprechungen in den Medien und investieren Unsummen in Crash-Diäten und geheime Diätpillen. Nicht selten wird mit solchen Mitteln auf den ersten Blick sogar ein Erfolgserlebnis erzielt. Der allmorgendliche Schritt auf die Waage macht Freude, denn die Pfunde purzeln. Das schnelle Abnehmen scheint zu funktionieren, die Waage beweist es ja. Glauben sie nicht einfach der Waage! Sie sagt nämlich nichts darüber aus, wie viel tatsächlich abgenommen wurde. Viele denken, dass ihr Gewichtsverlust zu 100% auf verlorenem Fett basiert. Schön wär’s, aber das ist leider falsch. Der Körper verliert beim Abnehmen nicht nur Fett, sondern auch viel Wasser und Muskelmasse.

Energie verschwindet nicht einfach!

Fastfood, Trägheit, Veranlagung, Schlafmangel, Stress – es gibt viele Faktoren, die Übergewicht begünstigen. Wer abnehmen will muss bedenken, dass er an der Physik nicht vorbeikommt. Der erste Hauptsatz der Thermodynamik lautet: Energie kann nicht erzeugt oder vernichtet, sondern nur umgewandelt werden. Der Energieerhaltungssatz ist damit ein großes Hindernis auf dem Weg zur Traumfigur. Denn er besagt, dass mit der Nahrung aufgenommene Kalorien nicht einfach wieder verschwinden, sondern, sofern sie nicht verbraucht wurden, im Körper gespeichert werden. Und das vorzugsweise als Fett. Um Gewicht zu verlieren muss man mehr Energie verbrauchen als aufnehmen. In der Theorie simpel, in der Praxis oft schwierig. Um 1 Kg Körperfett abzubauen, muss man ca. 7000 kcal verbrennen. Wenn man sich vor Augen hält, dass ein Mensch im Durchschnitt in etwa 2000 kcal täglich verbrennt, kann man sich leicht ausrechnen, dass 1 Kg Körperfett den Energiebedarf von ca. 3,5 Tagen abdecken kann.

Der berühmte JoJo Effekt!

Das Ergebnis einer schnellen Gewichtsabnahme ist meistens auf die Fettreduktion, sondern auf den Verlust von Wasser und Muskelmasse zurückzuführen. Gerade beim extremen Abnehmen über Crash-Diäten ist es sogar so, dass der Verlust von Körperfett im Verhältnis recht gering ausfällt. Im Gegenzug dazu ist die Reduktion an Muskelmasse jedoch vergleichsweise hoch. Auf der Waage sieht das jedoch erst einmal gut aus, denn Muskeln sind schwerer als Fett. Längerfristig gesehen bewirkt das aber genau das Gegenteil. Sind weniger Muskeln vorhanden, fordern diese auch weniger Energie ein. D.h. nach der Rückkehr in die vorigen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten weist man plötzlich einen noch größeren Energieüberschuss vor – diesen speichert der Körper dann gerne wieder als Fettpolster für schlechtere Zeiten ab.

Fazit: besser Zeit lassen bei der Gewichtsabnahme

Wer  darauf setzt, mal schnell durch eine Crash-Diät ein paar Pfunde loszuwerden, tut sich langfristig keinen großen Gefallen. Kurz nach einer derartigen Maßnahme droht zwangsläufig der bekannte JoJo-Effekt. Das Ziel beim Abnehmen sollte sein, dass das verlorene Gewicht hauptsächlich aus verlorenem Körperfett besteht. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Muskelmasse durch Sport und Bewegung möglichst erhalten bleibt oder besser noch aufgebaut wird. Außerdem wird man dadurch nicht nur dünner, sondern verbessert zusätzlich auch seine Körperform.

2017-10-26T18:50:18+00:00 Oktober 20th, 2017|Ernährung, News|